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Heizen und Lüften

Alles über die unnötige und umständliche Geschichte der automatischen Werkstattlüftung.


(Zeitlich von oben nach unten)
2010-09-11 22:43:17 geschrieben von Noonien

Improvisationslüftung

Heute (bzw gestern) war ein Besuch mit Shisha angekündigt. Da wir aber eine saubere Laborwerkstatt sind ist natürlich nicht hinnehmbar dass da einfach Rauch in die heiligen Reinräume strömt. Dagegen hilft nur eine professionelle Rauchabsaugung mittels 80W Lüftung, Plastikroht und Pappkiste.

Bringt zwar weniger als der normale Durchzug bei geöffnetem Fenster aber man hat wenigstens etwas das läuft, lärmt und so tut als würde es funktionieren.


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2011-01-07 13:28:44 geschrieben von Noonien

Lüftungsgewumpe

Aufgrund mysteriöser Umstände in unserer Werkstatt ist es gefühlt kälter als draußen. Das verhilft uns im Sommer zwar zu einer angenehmen Frickeltemperatur, lässt aber im Winter lustige Kristalle im Ätzbad entstehen und macht Computer kaputt. Schlimmer als die Temperatur ist allerdings die Luftfeuchtigkeit, die in der kalten Jahreszeit bei 90% liegt und durch die praktische Gasheizung nicht gerade gesenkt wird. Abhilfe soll nun eine KWL, eine kontrollierte Werkstattlüftung schaffen. Diese kann direkt giftige Dämpfe absaugen und tauscht im Wärmetauscher feuchtwarme Giftluft gegen fast so warme Frischluft. Soweit die Theorie.

Der Aufbau des Wärmetauschers sollte eigentlich einfach von statten gehen - Plexiglasstreifen als Abstandshalter und Alufolie als Wärmeleiter (Plattenwärmetauscher ohne Platten). Doch ist Plexiglassägen ohne elektrische Unterstützung eine unangenehme Arbeit, beim anschließendem Bohren bricht einiges kaputt und gerade wird auch kaum etwas. Trotzdem wird aus den Überlebenden nun Schichtweise ein Tauscher aufgebaut - Folie und Plexiglas werden dabei mit Ponal-Holzleim fixiert. Dank der Trocknungszeit dauert die Fertigstellung aber noch etwas, vermutlich bin ich also im Sommer Einsatzbereit, wenn der Apparat nicht mehr gebraucht wird.


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2011-01-23 14:58:39 geschrieben von Noonien

Improvisationslüftung II

Heute war ich nur kurz alleine in der Werkstatt. Neben ein paar Aufräumarbeiten (wirklich!) und zwei neuen Wärmetauscheretagen habe ich ein wenig mit Epoxyd rumgepanscht. Die leckeren Gerüche wurden aber 1A von der fix hingewurstelten Lüftung abgesaugt und nach draußen befördert.

Das Gebläse war ein Katholikenhäuptlingslüfter der bei dem Strömungswiderstand zwar nicht wirklich was reisst aber dafür auch keinen Lärm macht. Geschaltet wird das ganze noch ganz banal mit der Stecker rein-raus Steuerung.


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2011-01-31 00:19:34 geschrieben von Noonien

Desimprovisationslüftung I

Heute habe ich wieder einmal wenig geschafft - nichtmal für eine Wärmetauscheebene hat es gereicht. Dafür waren wir im Baumarkt und haben neben Teilen für Chrizis Gewächshaus einen neuen Teileschrank gekauft. In der Werkstatt haben wir dann auch noch so getan als würden wir aufräumen.

Bei 4°C Außentemperatur haben wir es mit mehr als 4kW Heizleistung immerhin auf kuschelige 12°C gebracht.

Einziger Lichtblick war der Einbau eines Lüftungsgitters um den runterhängenden Schlauch zu ersetzen - der hängt nu komplett locker hinter dem Gitter und ist wenigstens nicht mehr sichtbar... jay!


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2011-03-30 14:27:12 geschrieben von Noonien

Desimprovisationslüftung II

Nach meinen beiden Klausuren haben wir es tatsächlich mal wieder zusammen in die Werkstatt geschafft. Leider bleibt die Werkstattzeit wegen meines Praktikums trotzdem auf das Wochenende beschränkt.

Nun mussten die Räumlichkeiten erst mal freigeschaufelt werden da sich schon wieder viel Krempel angestaut hatte. Dieser wurde kurzerhand auf dem Dachboden eingelagert oder entsorgt. Als nächstes steht also der Dachboden auf dem Plan.

Fertiggestellt wurde die Lüftungsdurchführung zum Dachboden hin. Der Boden ist soweit wieder dicht, trotzdem scheint noch etwas Licht an der Seite vorbei, das war aber vorher nicht anders. Geschaltet wird der Lüfter nun durch einen Raumlichtoptokopler, einem Lochrastergefriddel aus Fotowiderstand, Transistor und Relais das bei angeschaltetem Dachbodenlicht die Lüftung aktiviert. Die absolute Unsinnigkeit dieser Konstruktion zeigt sich in dem Steckernetzteil zur Schaltungsversorgung, daher soll langfristig eine etwas durchdachtere Schaltung mit Bussteuerung verwendet werden.

Nebenher wurde natürlich auch wieder am Wärmetauscher gearbeitet, zwei oder drei neue Alulagen sind hinzugekommen. Damit ist die Weltherschaft in dieser Hinsicht nah wie nie zuvor.


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2011-06-07 19:14:09 geschrieben von Noonien

Triaclüftung

Endlich hatte ich die Gelegenheit meine Triac-Schalter fertigzubauen und den Raumlichtoptokopler mit Relais zu ersetzen. Als Vorlage diente mir dabei ein eigentlich für Lichttechnik gedachtes Layout welches ich spiegelverkehrt entwickelte um mein Werk künsterisch abzugrenzen. Die Schaltung trennt einerseits meinen Mikrocontroller über einen Optokoppler vom Netzgewumpe und lässt sich mit Logikpegeln schalten. Nur das schöne Klicken fällt nun weg

Der Mikrocontroller auf einer weiteren Platine kommuniziert über seinen UART der über einen CAN-Treiber und 4m Kabel an meinem Computer angeschlossen ist mit selbigem. So kann ich nun einerseits den Lüfter an/aus schalten als auch die Ablufttemperatur abfragen. Interessant wird das ganze natürlich erst mit dem Wärmetauscher und mehr Sensoren / Aktoren am Bus.


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2012-02-12 23:18:31 geschrieben von Noonien

Wärmetauscher

Nun kurz vor dem Ende der Semesterferien fühlte ich mich durch die einsetztende Kälte dazu genötigt den Wärmetauscher zum Ende zu bringen. Also noch ein paar Schichten aufgeleimt und das ganze mit Deckel zusammengeschraubt.

Die Anschlüsse für den Lüftungsschlauch wurden aus einer Tabakdose gecuttert und mit Heisskleber auf zugesägtes Plexiglass geklebt. Leider ist so die Verteilung der Luft auf die einzelnen Schichten eher suboptimal, daher wurde ein Anschluss bereits in der neuen Krautsalatdosentechnick ausgeführt. Diese konnte mangels Material aber noch nicht auf den Rest übertragen werden.

Bei den ersten Tests stellte sich erwartungsgemäß heraus dass es so nicht funktioniert. Das Abluftgebläse war den Zuluftlüftern so sehr überlegen dass die Alufolie die Zuluftschichten zudrückte.

Als Rettung kommen schließlich Strohhalme als abstandshalter zum Einsatz. Diese werden mit Leim zwischen den Alufolien befestigt und ermöglichen so doch einen annehmbaren Luftstrom. Eine weitaus edelere Lösung wäre wohl gleich die Verwendung von Alublechen oder symetrischen Lüftern.

Zumindest funktioniert der Wärmetauscher nun erst einmal, die frische Luft wird tatsächlich fast auf Raumtemperatur erwärmt, nur das Luftvolumen ist doch geringer.


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